OA Dr. Albert Handlbauer

Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie


Arthrosetherapie

Was ist eine Arthrose?

Als Arthrose wird die Abnützung der Gelenke bezeichnet, welche mit einem fortschreitenden Verschleiß von Gelenkknorpel verbunden ist. Im Zusammenspiel mit der Gelenkflüssigkeit ist der Knorpelüberzug für den Gleitvorgang der Gelenke verantwortlich.

Die Arthrose kann unterschiedliche Ursachen habe, betrifft aber zumeist Menschen im mittleren und höheren Alter. Es kommt dabei zu einem chronischen Reizzustand der mit Schwellungen, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen der betroffenen Gelenke einhergeht.

Neben dem langsam fortschreitenden Knorpelschaden kommt es zu strukturellen Knochenveränderungen und Entzündungsprozessen der umgebenden Weichteile wie Gelenkkapsel und Bänder.

Was ist das Ziel der konservativen Arthrosetherapie?

Ziel ist die rasche Reduktion der Gelenkentzündung und die Linderung von Schwellungen und Schmerzen.

In weiterer Folge wird dadurch eine Verbesserung der Beweglichkeit und ein langsameres Fortscheiten der Arthrose bewirkt.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei Arthrose?

Die Therapieoptionen hängen vom Ausmaß der Arthrose ab.

Neben ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung und der Auswahl gelenkschonender Sportarten ist die Stabilisierung der Gelenke durch gezielte Physiotherapie ein fester Bestandteil der Arthrosetherapie.

Von medikamentöser Seite haben sich die intraartikuläre Injektion mit Hyaluronsäure oder ACP (Autologes Conditioniertes Plasma) als die wirksamsten Behandlungen erwiesen.

Nahrungsergänzungsmittel haben bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis für deren Wirksamkeit erbringen können.

Was bewirkt die Verabreichung von Hyaloronsäure?

Hyaluronsäure ist ein wichtiger Bestandteil des Gelenkknorpels und der Gelenkflüssigkeit.

Die Hyaluronsäure ernährt den Knorpel und sorgt für dessen Gleitfähigkeit.

Durch den Entzündungsprozess kommt es bei der Arthrose zu einem Mangel an Hyaluronsäure im betroffenen Gelenk.

Durch die „Knorpelkur“, welche im Abstand von einer Woche insgesamt 5 x in das betroffene Gelenk injiziert wird, kann dieser Mangel ausgeglichen werden.

Es kommt dadurch zu einer Schmerzlinderung, einer verbesserten Beweglichkeit der Gelenke und einer verbesserten Gleitfunktion des Knorpels, was sich wiederum positiv auf die Gelenkabnützung auswirkt.